Welche Rolle spielen Großeltern heute?

Das Verhältnis von Enkeln und Großeltern ist heute ganz anders als früher. Was Familien verbindet oder trennt und wie man mit Konflikten umgeht, erklärt das Team der geburtshilflichen Abteilung der Asklepios Klinik Lich.

Unter dem Motto „Großeltern werden heute“ präsentieren die Still- und Laktationsberaterinnen und Kinderkrankenschwestern Sabine Schubert und Pia Kaltenschnee ein breites Spektrum an Themen, die (werdende) Großeltern interessieren.

Die beiden Fachfrauen erklären als wichtigsten Punkt, dass die Interessen der Großeltern von früher zu heute schon sehr differenzieren. Früher wohnte man mit im Elternhaus oder hatte Onkel und Tante ganz in der Nähe wohnen. Heute hingegen sind die Großeltern meist noch im Beruf, haben eigene Interessen, verplanen ihre Wochenenden oder gehen auf Kreuzfahrt und wohnen nicht unbedingt in nächster Nähe.

Dies sind Erfahrungen der Kinderkrankenschwestern, denn in der Asklepios Klinik Lich kümmern sie sich neben der medizinischen Versorgung auch um die Sorgen und Nöte der jungen Eltern. Die Großeltern sollen tolerant, flexibel und modern sein. Doch brauchen die jungen Eltern die Unterstützung der Großeltern, auch wenn sie dies nicht immer so sagen.

Oma und Opa möchten Enkelbindung, jedoch nicht, um zu erziehen, sondern um zu verwöhnen. Dies sollte dann aber mit den jungen Eltern abgesprochen sein, sonst kann es zu Unstimmigkeiten kommen.

Auch stehen Oma und Opa meistens mit tatkräftiger Hilfe zur Seite. Ob bei praktischen Hilfen im Haushalt (einen Korb Wäsche bügeln oder etwas reparieren) oder bei „Taxifahrten“ mit den Enkeln zu diversen Veranstaltungen.

Abschließend lässt sich sagen, dass Enkelkinder ein Geschenk sind. Den Zusammenhalt können Oma und Opa fördern, indem sie den Kleinen die Geschichte der Familie erzählen, Marmelade kochen, mit ihnen singen oder Spaziergänge machen.

All das macht das gemeinsame Leben reicher!

Über den Autor

Sabine Schubert
Kinderkrankenschwester
Klinik für Gynäkologie
Aktuelle Ausgabe3/2018