Station Peiper

Seit 38 Jahren direkte und unbürokratische Hilfe für krebskranke Kinder

Der Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder, Gießen e.V. wurde 1982 als Selbsthilfeorganisation gegründet mit dem Ziel die Lebensumstände der jungen Patienten zu verbessern. Er wurde aus der Not heraus geboren und hat heute regional sowie überregional eine bedeutende Rolle.

In der Bundesrepublik erkranken jährlich etwa 2.200 Kinder an Leukämie oder bösartigen Tumoren. Dank intensiver Forschung und erheblicher Fortschritte in der Medizin können bis zu 90 Prozent aller krebskranker Kinder geheilt werden. Die Station Peiper (Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg) gehört zu den größten Behandlungszentren in Deutschland. Dank einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder, Gießen e.V. und Ärzten sowie dem Personal der Station Peiper ist es möglich, erkrankten Kindern und ihren Familien in allen Belangen eine Hilfe zu sein.

Kindheit bewahren auch wenn das Gesundwerden im Vordergrund steht

Kinder und Jugendliche leiden stark unter der lebensnotwendigen Isolation im Krankenzimmer. Trotz ihrer Erkrankung müssen sie in ihrer ständigen Entwicklung weiter gefördert werden. Deshalb hat der Elternverein ein Spiel- und Jugendzimmer eingerichtet in dem Erzieherinnen und Erzieher die jungen Patienten pädagogisch betreuen. Das Angebot aktiver täglicher Unterstützung leistet das Ambulanzteam des Elternvereins, bestehend aus Kinderkrankenschwester und Psychologen, auch im häuslichen Bereich.

Wenn zur Sorge noch die finanzielle Not kommt

Viele Familien geraten durch die Erkrankung eines Kindes in finanzielle Bedrängnis, da oftmals ein Elternteil seine berufliche Tätigkeit komplett aufgeben muss. Der Elternverein versucht hier durch finanzielle Überbrückungsmaßnahmen die größte Not zu lindern. Zusätzlich bietet er auch soziale Hilfe und Beratung, wo eine Unterstützung durch den Gesetzgeber nicht möglich ist.

Heilungschancen verbessern durch kliniknahe Forschung in Gießen

Die Einrichtung eines Chromosomenlabors, den Umbau der Station Peiper zur Erweiterung der Stammzelltransplantation und die Erforschung der personalisierten Medizin bei Non-Hodgkin und Hodgkin-Lymphom werden durch Spenden des Elternvereins Gießen unterstützt. Langfristig ist es das Ziel, die Forschung dahingehend zu unterstützen, dass sie Mittel und Wege findet, diese Erkrankungen der Kinder eines Tages vollständig heilen zu können.

Einiges ist schon erreicht, aber vieles gilt es noch zu tun

In den vergangenen 38 Jahren konnte der ehrenamtlich arbeitende Elternverein, mit seinen mittlerweile 450 Mitgliedern, vieles erreichen und unterschiedlichste Projekte realisieren. Im Jahr 1986 wurde erstmals ein Familienzentrums für betroffene Familien nahe der Klinik gegründet. Es ist den betroffenen Familien während der stationären Behandlungsphase ihrer Kinder ein Zuhause auf Zeit.

Alleine kann der Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder, Gießen e.V. diese Aufgaben jedoch nicht bewältigen. Er benötigt die Hilfe von Spender/innen um den Betroffenen zur Seite stehen zu können. Die Spendenkonten des Elternvereins sind bei der Volksbank Mittelhessen: IBAN DE09 5139 0000 0000 0191 19 und bei der Sparkasse Gießen: IBAN: DE70 5135 0025 0200 5500 55.

Weitere Informationen finden Sie unter www.krebskrankekinder-giessen.de.

Aktuelle Ausgabe3/2020