Carpaltunnelsyndrom, schnellender Finger, Daumensattelgelenkarthrose

Die schmerzende Hand

Eine Nadel zu halten oder Münzen aus dem Geldbeutel zu holen – was für die meisten Menschen selbstverständlich ist, ist für andere mit Schmerzen verbunden. Die Ursachen für Handschmerzen können vielfältig sein und das nicht nur, weil die Hände im Alltag stark beansprucht werden, sondern auch weil die Hand in ihrer Anatomie sehr kompliziert ist.

Die wichtigsten Erkrankungen, die für Handschmerzen verantwortlich sein können, sind Carpaltunnelsyndrom, schnellender Finger und Daumensattelgelenkarthrose.

Die gute Nachricht lautet jedoch, dass beim Versagen konservativer Therapiemöglichkeiten, die Funktionalität bei Carpaltunnelsyndrom und schnellenden Finger meist durch eine Operation wiederhergestellt werden kann.

Dauerhafte Einschränkungen gebe es nach dem Eingriff normalerweise keine und es handelt sich in beiden Fällen um einen kleinen Eingriff, der meist ambulant erfolgt und nur knapp 15 Minuten dauert.

Der Finger lässt sich normalerweise unmittelbar nach der OP wieder problemlos bewegen, jedoch sind gezielte Bewegungen unter Anleitung für den Therapieerfolg sehr wichtig, eine spezielle Nachbehandlung ist ansonsten aber nicht notwendig.

Bei der Sattelgelenksarthrose, auch Rhizarthrose genannt, ist die Ausprägung der Schmerzen stark abhängig vom Stadium der Erkrankung. Das Ausmaß der Beschwerden und die Zeichen des Verschleißes im Röntgenbild korrelieren nicht immer und so muss die Behandlung individuell variabel gestaltet werden. Konservative Behandlungsmöglichkeiten zur Verhinderung oder Aufschub einer Operation, können u.a. Ruhigstellung, Schmerzbehandlung oder Cortisoninjektionen sein.

Wichtig ist, dass den Patientinnen und Patienten der hohe Leidensdruck genommen wird und eine normale Beweglichkeit ohne Schmerzen hergestellt wird, dazu braucht es häufig auch ein wenig Geduld, da Symptome wie z.B. ein Steifigkeitsgefühl im Gelenk bis zu 3-6 Monaten anhalten können.

Über den Autor

Dr. med. Cornelia Hild
Ärztliche Leitung
Asklepios Medizinisches Versorgungszentrum Lich
Aktuelle Ausgabe3/2018