Mein Herz schlägt Alarm – SOS!

Wieder mal eine Nachricht, die uns den Atem nimmt: Mutter lässt Kinder bei Hitze 15 Stunden im Auto - beide sterben!

Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun

Und kein Ende in Sicht! Eltern paddeln am Samstag mit einem Wackelboot mit ihren kleinen Kindern auf der Lahn! Alle vier ohne Schwimmweste.

Sonnenverbranntes Kind im Kinderwagen. Es schreit fürchterlich, drei Frauen schieben es phlegmatisch durch die Stadt. Ich mische mich ein und werde von einer der Frauen angemacht! Egal, das nehme ich gerne hin! Mut zur Courage! Raus aus der Ignoranz. Ran an die Buletten.

Ein Kinderarzt rät: sofort anzeigen. Die Polizei gibt mir heute Morgen Auskunft: SOFORT HANDELN! Danke dem netten Beamten der Gießener Polizei für seine Zeit und Info! Ich möchte Mut machen, ja erwarte gar, dass ALLE, liebe Leserinnen und Leser, aus der Lethargie des Wegschauens erwachen.

Ignoranz auf dem Vormarsch

„Das geht mich nichts an. Ich möchte niemandem zu nahe treten! Ich möchte keinen Ärger!“ Diese Worte kenne ich zur Genüge! Wir haben in allen unseren kleinen Städten Vernachlässigung an Kindern zu beklagen. Und keiner reagiert, weil „es einen ja nichts angeht“! Nein: das ist unterlassene Hilfeleistung!

Jeder von uns kennt Menschen, die es mit ihrem Leben nicht einfach haben. Gerade da ist Hinschauen sehr wichtig. Egal welche Person, wer sie ist, woher sie kommt, was sie macht, wie sie sich darstellt, sie sollte in einer Krisensituation immer wieder spüren, dass sie nicht alleine ist, dass sie wahrgenommen wird, dass sie Möglichkeiten der Ansprache erfahren kann. Sehr früh habe ich erlebt, dass in den Dörfern, in denen ich gelebt habe, über sozial Schwache und andersartig erscheinende Menschen schlecht gesprochen, sie schlecht behandelt wurden, sich lustig gemacht WIRD. Was für eine Armut derer, die das Wort erheben! Es fürchtet mich die Befangenheit und die Berührungsängstlichkeit der Menschen, die durch Ablehnung und Aggression zum Ausdruck kommt, sich als etwas Besseres zu fühlen, - abgehoben und frech zu reagieren! Woher nimmt ein Mensch das Recht? Welche Krankheit ist es, die Menschen befällt, wenn wir Lust an Hetze, schlechter Rede, Überheblichkeit und an Ignoranz kranken? Eine schwere psychische Krankheit, die sich als so normal in unsere Gesellschaft eingeschlichen, etabliert hat, als solche zum Leben gehört, auch mal wieder gute Taten hervorbringt, aber doch eigentlich immer wieder zuschlägt. Besonders in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, etc.

Integration verhindert Randgruppen und Gewalt

Ach, ja, da ist das Wort Integration, das uns zur Zeit fordert! Die Überprüfung unserer sozialen Kompetenz und unserer emotionalen Intelligenz! Eine Herausforderung, die nicht allen Menschen zuteil - und selbst nicht zum Leben erweckt wurde!

„Das Ekel Alfred“, der typisch Deutsche?! Das will ich nicht glauben! Eines weiß ich aber sicher: wenn Menschen in einer sozialen Sicherheit, sozialen Gemeinschaft geborgen sind und in sozialem Ansehen stehen, sind Menschen vornehmlich gewaltfrei! Kein gesunder Mensch möchte riskieren, sein Lebenswerk aufs Spiel zu setzen, seine Freunde, Bekannten zu verlieren, zu enttäuschen, sein einziges Leben zu zerstören. Ist aber Leben chancenlos, ausgegrenzt, isoliert und einsam, ist es ein Pulverfass in sich! Und das war und ist IMMER noch so!

Was kann ich tun?

Deshalb liegt es an uns im privaten Bereich unsere Herzen offen zu halten, da zu sein, wenn jemand in Not gerät. Schon ein „Augenblick“ des Lächelns und der guten Worte kann Wunder wirken, eine neue Hoffnung freisetzen, die Konstruktives nach sich zieht. Ja, jeder von uns ist täglich gefordert!

Das darf ich erwarten

Zum Schutze der Bürger sind unsere Politiker gefordert schnelle Integrationsprogramme zu entwickeln, die nicht die behördlichen Verhinderungsgesetze stärken, sonders den unbürokratischen Weg ermöglichen! Mögen schnelle Maßnahmen zur schnellen Eingliederung beitragen. Dies wird das Gewaltpotential und die zunehmende Gewaltbereitschaft am sinnvollsten bekämpfen.

Psychologie wird zu wenig genutzt

Zudem ist es notwendig, kompetentere, eben psychologisch geschulte Mitarbeiter in jedem Amt zu finden, wo Menschen um Rat und Hilfe bitten. Auch hier reagieren Sachbearbeiter/innen sich oft an hilfesuchenden Menschen ab! Ein Zeichen von Überforderung und Überlastung! Ich kann wohl alles nachvollziehen, aber nicht billigen! Zumindest fachkundige Supervision könnte für alle hilfreich sein.

Und, liebe Damen und Herren der Politik, wir benötigen in unseren Programmen, Verordnungen und Gesetzen unkonventionelle Vorgehensweisen für schnelles Eingreifen, wenn es um Schutzlose und Wehrlose geht! Warum muss immer erst etwas passieren? Warum müssen wir uns in Deutschland schlecht vorkommen, wenn wir einer bedenklichen Beobachtung nachgehen, und die Antwort darauf ist: Wir können da nichts tun! Die Mutter, der Vater, die Kinder müssen schon selbst anrufen: Na, Bravo! Das geht mal gar nicht! Kleine Kinder können noch nicht anrufen.

Grenzen setzen

Ja, ich weiß, dass es funktioniert, wenn wir Grenzen setzen und auch ankündigen, dass wir nicht willens sind uns abspeisen zu lassen, noch „auf der Brennsupp‘n daher geschwommen sind“! Ich kann Ihnen nur Mut machen Ihr Leben als Freigeist zu leben! Es macht mächtig Spaß, fühlt sich gut an! Und wer noch nicht die passende Sommerlektüre gefunden hat: hier mein Tipp: „Leben als Freigeist“ von Petra Pliester/ Jürgen Bräscher, einzigartig wird es Sie „resetten“!

Dann man Tau! Ihre Jutta B. Schmidt

Über den Autor

Jutta B. Schmidt
Jutta B. Schmidt
Psychologische Beraterin,
Paracelsus Schulen Gießen
Aktuelle Ausgabe3/2018