Permanente Erreichbarkeit

Fast jeder wird von der Handy-Kommunikation erfasst. Einige sind fast schon davon anhängig. In den Jahren vor der ständigen Erreichbarkeit ging man gut ausgerüstet zum Beispiel wandern oder Rad fahren. Die Freude am Ausflug und den Respekt vor der Natur ließ uns erholt und mit frischem Geist zurückkehren. Kennen Sie dies noch?

Auch ich habe manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich mein Handy bewusst zu Hause lasse. Es könnte ja etwas passiert sein. Jemand braucht meine Entscheidung?

Ich bin dafür, dass häufiger selbstständige Entscheidungen mit den entsprechenden Konsequenzen und Verantwortung getroffen werden sollten ohne ständige Rückversicherung.

Viele Firmen erwarten, dass im Urlaub die E-Mails abgerufen und bearbeitet werden sollen.

Dies führt zur einer Art der ständigen „Habachtstellung“, sowohl im Denken, im Herz Kreislaufsystem als auch in der Muskelanspannung. Aus ärztlicher Sicht ist das nicht tolerabel. Die großen Probleme die diese Erreichbarkeit in die Partnerschaft bringen können möchte ich hier gar nicht erst aufzählen. Auch wenn Sie gerade keinen Ausweg aus der ständigen Erreichbarkeit finden, denken Sie bitte nicht, dass Sie dies unbegrenzt durchhalten.

Es muss Pausen von der Erreichbarkeit geben um gute Leistungen zu erbringen und zu erhalten. Erstellen Sie einen Handystundenplan im Rahmen Ihres Privatlebens, mit Ihrer Familie und Freunden. Respektieren Sie Ihr Gegenüber, hören Sie zu. Gehen Sie zu Hause mit gutem Beispiel voran. Es lohnt sich.

www.unterstuetzung-strategie-perspektive.de

Über den Autor

Ulrike Seiler-Puchmelter
Ulrike Seiler-Puchmelter
Coaching, Krisen/Stressmanagement, Muskelentspannung nach Jacobson
Aktuelle Ausgabe3/2018