Arthrose – eine Volkskrankheit

Die Arthrose der verschiedenen Gelenke ist eine Verschleiß-Erkrankung, die durch Verletzungen, Überbelastungen oder Fehlstellungen verursacht wird. Aber auch Übergewicht, genetische Veranlagungen, Fehlernährung und Stoffwechselerkrankungen können im Laufe des Lebens dafür sorgen, dass sich eine Arthrose im betroffenen Gelenk ausbildet.

Durch diese andauernden Fehlbelastungen wird im Laufe der Zeit der Gelenkknorpel abgenutzt und das Gelenk nachhaltig geschädigt.

Die durch Röntgen, MRT oder Arthroskopie festgestellte Schädigung eines Gelenks muss nicht zwangsläufig entsprechende Beschwerden hervorrufen. Manche Personen mit einer leichten Schädigung des Gelenkknorpels haben bereits starke Schmerzen, während andere mit fortgeschrittener Arthrose kaum Beschwerden haben.

Starke Schmerzen und dadurch bedingte Bewegungseinschränkungen mindern nicht nur die Lebensqualität, sondern sie behindern den beruflichen und persönlichen Tagesablauf und führen sogar bis zur sozialen Isolation.

Behandlungsmöglichkeiten

Leider ist es kaum möglich, durch vorbeugende Maßnahmen die Entstehung einer Arthrose zu verhindern. Man kann allerdings den Verlauf der Krankheit erheblich verbessern, wenn man in einem frühen Stadium mit der Behandlung beginnt. Bewegung ist das A und O, sowie Wärme- oder Kälte-anwendungen haben einen festen Platz. Medikamente gegen die Schmerzen sind bei der Behandlung einer Arthrose unumgänglich. Am häufigsten werden dazu cortisonfreie Schmerzmittel vom Arzt verordnet.

Behandlung mit Naturheilmitteln und Homöopathie

Bei der Behandlung der Arthrose mit Naturheilmitteln muss man verschiedene Vorgänge beachten:

  1. Es sollen die Nieren angeregt werden

  2. Es soll das Bindegewebe gekräftigt werden

  3. Man muss die Durchblutung fördern

Seit Jahrhunderten stützt sich die Arthrose-Behandlung auch auf Heilpflanzen und Homöopathie. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Therapie der Arthrose.

Die wirksamen Heilpflanzen wirken durchblutungsfördern, entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Süßholz, Fenchel, Anis, Kümmel, Ingwer, Kurkuma, Zimt, Thymian, um nur einige zu nennen, können regelmäßig angewendet werden, da sie auch zur Geschmacksverfeinerung für Speisen angewendet werden, als Gewürze dienen, die Verdaulichkeit verbessern und somit bei gesundheitlichen Beschwerden Abhilfe schaffen.

So gibt es auch Pflanzen, deren Wirkstoffe gegen arthrotische Beschwerden wirksam sind. Eine kurmäßige Anwendung über mehrere Wochen ist immer empfehlenswert, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen.

Wichtig ist die Anregung der Nieren, da sich Entzündungen dadurch verbessern, dass Gift- und Schlackenstoffe durch Ausleitung entfernt werden. Das kann man z.B. durch Anwendung von Tees erreichen, wie z.B. Brennnessel, Löwenzahn und Schachtelhalm.

Die Kräftigung des Bindegewebes wird durch Bestandteile des Ackerschachtelhalmes erzielt. Der hohe Gehalt an Kieselsäure strafft das Bindegewebe, verbessert die Elastizität und regeneriert Sehnen, Bänder und Knorpel der Gelenke.

Die Förderung der Durchblutung erfolgt durch ätherische Öle, damit die Schmerzleitung vermindert wird. Ätherische Öle sind z.B. in Rosmarin, Wacholder, Cayennepfeffer und Heublumen enthalten.

Auch die schmerzlindernde Wirkung der Weidenrinde ist erwähnenswert, da diese Pflanze einen Gehalt an Salicin hat, das im Körper in Salicylsäure umgewandelt wird.

Homöopathisch empfehle ich besonders die Einnahme von Teufelskralle (Harpagophytum D2), die für ihre schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt ist. Sie wird traditionelle auch gegen rheumatische Erkrankungen eigesetzt.

Arnika (Arnica D4) ist seit Jahrhunderten als natürliches Schmerzmittel bekannt. Das Anwendungsspektrum dieser Heilpflanze reicht von Muskel-, Gelenk- und Rückenschmerzen über Blutergüsse, Schwellungen, bis hin zur nervlichen Beruhigung in emotionalen Stresssituationen.

Letztendlich ist noch der Giftsumach zu erwähnen (Rhus tox. D6), eine Pflanze, die in homöopathischer Dosierung lindernd wirkt bei Reißen, Ziehen und Steifheit in allen Gelenken. Ferner bei Arthritis, Ischialgie und „Hexenschuss“.

Schon seit Jahrzehnten ist bekannt, dass sich über die „Iris-Diagnose“, die Bereitschaft zu bindegewebigen Erkrankungen wie Arthrose, rechtzeitig erkennen und präventiv verbessern lässt.

Bei diesem Konstitutionstyp handelt es sich um eine „lymphatische Konstitution“. Die Schwächen liegen u.a. im Stütz- und Bindegewebe i.S. von entzündlichen Reaktionen des Bewegungsapparates. Sehr deutlich sind die weißlichen Auflagerungen auf der Iris zu sehen, die hinweisend sind auf eine „oxalsaure Diathese“. Auch hier ist eine homöopathische Therapie indiziert, um eine Verbesserung der nachfolgenden Bindegewebszellen zu erreichen.

Über den Autor

Margit Dörner
Margit Dörner
Naturheilpraxis, Wetzlar

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