25 Jahre im Dienste der Menschen

Gertrudisklinik Biskirchen

Als vor rund 25 Jahren Dr. Ferenc Fornadi und seine Frau Katalin die Gertrudisklinik im Leuner Stadtteil Biskirchen als Parkinson-Zentrum eröffneten, konnte keiner ahnen welche rasante Entwicklung dieses Haus aus kleinen Anfängen nehmen würde.

Mit Ferenc und Katalin Fornadi haben sich zwei Persönlichkeiten gefunden, die ihre unterschiedlichen Fähigkeiten zusammen optimal einbringen konnten. Dr. Fornadi als begnadeter Facharzt und Katalin Fornadi als Geschäftsführerin, mit einem Blick dafür was für Menschen, die sich über einen längeren Zeitraum in einer Klinik vor Ort aufhalten müssen, wichtig ist.

So entstand eine Klinik, die man bis heute weniger als Klinik identifiziert, sondern eher als Hotel klassifizieren würde, weil mit viel Liebe zum Detail das ganze Haus eingerichtet ist.

Die Gertrudisklinik ist heute ein weiterentwickeltes hochspezialisiertes neurologisches Fachkrankenhaus zur Diagnostik und Behandlung der Parkinson-Krankheit und verwandter Krankheitsbilder. Dazu gehören u.a. Morbus Parkinson, Restless-Legs-Syndrom, essentieller Tremor, progressive supranukleäre Blickparese (PSP), Chorea, Dystonien und anderes.

Aufgrund der hohen Nachfrage für Morbus Parkinson und den Bewegungsstörungen wurde im Laufe der Jahre eine Spezial-Ambulanz gegründet mit entsprechenden spezialisierten Ärzten. Behandelt werden sowohl gesetzlich Versicherte Patienten, wie auch Privat Versicherte Patienten und Selbstzahler.

Ziel der gesamten Arbeit ist das Bemühen die Lebensqualität der Patienten trotz Parkinson zu verbessern oder aber zumindest den Status zu erhalten. Zu lernen mit Einschränkungen zu leben und wesentliche Fähigkeiten zu erhalten.

Wichtig für den gemeinschaftlichen Erfolg Klinik/Patient ist die enge Zusammenarbeit mit den Patienten und der Vereinbarung konkreter Therapieziele, und auch die Einbindung der Angehörigen in diesem Zusammenhang.

Deshalb gibt es nicht nur das klassische Ärzteteam, sondern auch das Pflegeteam und Therapeutenteam. Diese Teams haben alle nicht nur die entsprechenden aktuellsten wissenschaftlichen Grundlagen in ihrem Therapieplan, sondern sie haben auch die entsprechenden Räumlichkeiten, all das optimal zu gestalten, was im Sinne der Patienten notwendig ist.

Patienten und ihre Angehörigen werden über die verschiedenen Formen der Parkinson Krankheit aufgeklärt und geschult – es gibt Vorträge, Gesprächsgruppen und all das was man benötigt, um nach dem Klinikaufenthalt ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben trotz Parkinson führen zu können.

Die gesamte Anlage mit Park und Rosengarten, der in Form eines japanischen Gartens gestalteten Gehschule, das Innen- und Außenschwimmbad und der große Wintergarten tragen dazu bei, neben der exzellenten Ausstattung der „Hotelzimmer“, dass sich Patienten und ihre Angehörigen wohlfühlen können.

Aus Sicht der Stadt Leun, so Bürgermeister Björn Hartmann, hat die Klinik, losgelöst von der Aufgabe Menschen zu helfen, natürlich auch eine überragende wirtschaftliche Bedeutung. Wenn man weiß, dass dort ca. 125 Mitarbeiter in unterschiedlichen Teilzeit- und Vollzeitformen arbeiten, jährlich ca. 2000 Patienten behandelt werden, davon aber 50 % außerhalb von Hessen herkommen, dann sind das beeindruckende Zahlen, die zeigen welche Bedeutung die Klinik auch für die Stadt Leun und die wirtschaftliche Entwicklung von Stadt und Region hat.

 

Es bleibt an dieser Stelle nur allen Verantwortlichen für die nächsten 25 Jahre viel Erfolg zu wünschen und das alle Patienten mit höchstmöglichem Behandlungserfolg die Klinik verlassen können. Sie ist personell in der Spitze, in der Verwaltung, in der Ärzteschaft aber auch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern exzellent aufgestellt. Der Generationswechsel ist eingeleitet, der jetzige Geschäftsführer Gergö Krichenbaum wird zusammen mit seinem Team die Klinik weiter in ruhigen und erfolgreichen Gewässern halten können.

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Aktuelle Ausgabe4/2020