Entspannung und Urlaub in heimischen Schwimmbädern

Wenn man einer Umfrage des ZDF-Politbarometers Glauben schenken darf, werden dieses Jahr 37 Prozent der Bundesbürger keinen Urlaub buchen, 31 Prozent verbringen ihn in Deutschland und 13 Prozent im Ausland. Der Rest ist noch unschlüssig. Urlaub in Deutschland ist ja auch keine schlechte Alternative, denn Deutschland ist ein wunderbares Land mit einer herrlichen Landschaft, von der Nord- und Ostsee über die Mittelgebirge bis hin zu den Alpen. Alle Landschaftsarten, die das Herz begehrt, sind verfügbar. Die Infrastruktur in Deutschland ist exzellent, die Qualität der Urlaubsorte, der Hotels, Gasthöfe und Ferienwohnungen ebenfalls.

Urlaub vor Ort

Der Lahn-Dill-Kreis ist in eine wunderbare Mittelgebirgslandschaft eingebettet, vom Rothaargebirge über den Westerwald bis zu den Ausläufern des Taunus. Wir haben die Lahn als Bundeswasserstraße mit den Freizeitmöglichkeiten, ein für die Mittelgebirgslandschaft ordentliches Radwegenetz, das noch steigerbar ist, was die Qualität und Beschilderung angeht. Wir haben Attraktivitäten wie die Grube Fortuna, das Braunfelser Schloss, Palais Papius, Reichskammergerichtsmuseum, Lottehaus in Wetzlar, Kasematten und Wilhelmsturm in Dillenburg, die Glockenwelt auf der Burg Greifenstein, wunderbare historische Altstädte in Herborn und Wetzlar mit der Möglichkeit, Führungen zu organisieren. Wir haben Kleinode mit Heimatstuben und Heimatmuseen und vieles andere mehr.

Schwimmbäder nutzen

Wir haben im Lahn-Dill-Kreis, getragen von den Städten und Gemeinden, eine Fülle von schönen Freibädern und Hallenbädern, die man wunderbar nutzen kann. Eine kleine Auswahl finden Sie auf dieser und den nächsten Seiten. Vielleicht fahren Sie bewusst einmal in ein anderes Freibad, um es kennenzulernen.

Sommer-Tipps

Da wir als Redaktion wollen, dass Sie den Sommer und die Sonne, ihre Freizeit möglichst unbeschwert genießen können, aktuell einige wenige Tipps.

1. UV-Belastung begrenzen

Langanhaltende Ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) kann zu Sonnenbrand und zum Hautkrebs führen. Auch die vorzeitige Hautalterung kann auf das Konto von UV-Strahlungen gehen. Um sich zu informieren, wie hoch der UV-Index am Tag ist, kann man auf der Internetseite des Bundesamtes für Strahlenschutz und des Deutschen Wetterdienstes nachschauen, und zwar auf der Webseite www.bfs.de oder www.dwd.de

Bei einem UV-Index von 3 bis 5, also mittel, sollte man Kleidung, Hut, Sonnenbrille tragen und Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor um die 20 auftragen. Bei einem UV-Index 6 bis 7, also hoch, sollte man auf alle Fälle mittags den Schatten aufsuchen, Kleid, Hut, Sonnenbrille tragen und Sonnenschutzcreme auftragen. Bei einer UV-Belastung von 8 und höher, also sehr hoch, sollte man Tätigkeiten möglichst im Schatten ausüben und direkte Sonne meiden. Kleidung, Hut und Sonnenbrille sowie Sonnenschutzcreme sind hier erst recht notwendig.

2. Sonnenbrille

Durch die UV-Strahlung können auch die Augen geschädigt werden. Die richtige Sonnenbrille kann chronische Langzeitschäden wie Grauer Star oder Erkrankung der Netzhaut verhindern. Beim Kauf einer Sonnenbrille sollte man sich über die Tönungsstufe informieren. In Mitteleuropa gut verwendbar sind Brillen der Tönungsstufe 2, denn sie lassen noch zwischen 18 bis 43 Prozent des Lichts durch und behindern nicht die Sicht.

3. Achtung bei sommerlichen Autofahrten

Das Innere eines in praller Sonne stehenden Autos gleicht nach kurzer Zeit einem Backofen. Dies bedeutet für Kleinkinder, ältere Menschen, aber auch für Haustiere Lebensgefahr, denn innerhalb von wenigen Minuten, wenn das Auto in praller Sonne steht, hat sich eine Gluthitze entwickelt, die sehr schnell zum Kreislaufkollaps führt. Deshalb sollte man nie jemanden im Auto zurücklassen, das in der prallen Sonne geparkt ist. Hat sich das Auto aufgeheizt, am besten erst einmal alle Fenster und Türen aufmachen und für Durchzug sorgen, wobei man aufpassen muss, dass sich Lederbezüge, Armaturenbrett und Schaltknauf sowie Lenkrad ebenfalls sehr schnell aufheizen können und beim Berühren für Verbrennungen sorgen können.

4. Viel Trinken

Es gab vor wenigen Jahren eine interessante Forschung zu der Frage, ob sich die Austrocknung durch zu wenig Flüssigkeit auf das Fahrverhalten auswirkt. Das Ergebnis war, dass Autofahrer in dehydriertem Zustand in etwa die gleiche Fehlerquote hervorbringen wie alkoholisierte Fahrer. Deshalb sollte man nicht nur grundsätzlich im Sommer sehr viel trinken – 2 bis 3 Liter Wasser am Tag -, sondern man sollte immer Getränke im Auto haben, am besten in einer Kühltasche.

5. Klimaanlage

Sehr viele Autos haben heutzutage eine Klimaanlage, mit der es möglich ist, den Innenraum innerhalb kurzer Zeit auf angenehme 20 bis 25 Grad herabzukühlen. Man sollte allerdings darauf achten, dass das Gebläse nie auf den Körper oder das Gesicht zielt, denn Zugluft führt leicht zu Muskelverspannungen oder Bindehautentzündungen.

6. Tipps für Senioren

Wie an anderer Stelle ausgeführt, brauchen gerade auch Senioren im Sommer viel Flüssigkeit, am besten Mineralwasser, das Magnesium, Kalzium und Natrium enthält, das der Körper beim Schwitzen automatisch ausscheidet. Man sollte darüber hinaus möglichst nicht in der Mittagshitze ins Freie gehen und keine körperlichen Anstrengungen vollziehen, lieber am frühen Morgen oder späten Abend Schritte hinausgehen, ansonsten einen schönen Siesta-Platz suchen, wo es Luftbewegung gibt und Schatten.

Und schließlich sollte man nach Möglichkeit auf schwere Mahlzeiten, die den Kreislauf belasten, verzichten und dafür lieber kleinere Snacks auf mehrere kleine Mahlzeiten verteilt zu sich nehmen. Empfehlenswert ist leichte Kost wie Obst und Gemüse.

Soweit einige Tipps. Wir wünschen Ihnen, egal, wo Sie Ihre Freizeit oder Ihren Urlaub verbringen, Entspannung, Freude – und kommen Sie immer gesund zurück.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Redaktion

Aktuelle Ausgabe3/2020