Beschwerden einfach wegtrinken mit natürlichem Heilwasser

Immer mehr Menschen möchten alltägliche Beschwerden lieber auf sanfte Weise lindern und ihre Gesundheit natürlich unterstützen. Grund genug, sich auf Heilwässer als altbewährte Naturheilmittel zu besinnen. Als unverfälschte regionale Wässer, die sanft auf unsere Gesundheit wirken, passen sie perfekt in den Trend unserer Zeit. In Flaschen abgefüllte Heilwässer müssen ihre vorbeugenden, lindernden und heilenden Wirkungen sogar wissenschaftlich nachweisen und werden offiziell als Arzneimittel zugelassen. Sie können die Verdauung fördern, bei Sodbrennen, Übersäuerung oder Blasenentzündungen helfen oder zum Schutz vor Osteoporose beitragen.

Eines der ältesten Naturheilmittel

Schon seit 1.500 v. Chr. nutzen die Menschen Heilquellen, um ihre Gesundheit zu fördern. Bereits bei den alten Römern verordneten Ärzte heilende Wässer. Auch Goethe und Schiller sowie viele Fürsten und Denker des 18. und 19. Jahrhunderts schätzten die wohltuende Wirkung von Trink- und Badekuren. Alte „Brunnenschriften“ belegen, wie viel Erfahrung man in der Anwendung von Heilwässern schon damals hatte. Heute sind die Inhaltsstoffe der Heilwässer umfassend analysiert und ihre Wirkungen wissenschaftlich belegt.

Was sind Heilwässer?

Natürliche Heilwässer stammen aus geschützten, unterirdischen Wasservorkommen und sind meistens reich an Mineralstoffen. Was Heilwässer so besonders macht, sind ihre vorbeugenden, lindernden und heilenden Wirkungen. Diese müssen wissenschaftlich nachgewiesen werden, um die Zulassung als sanft wirksames Natur-Arzneimittel durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu erhalten.

Heilwasser wirken natürlich täglich

Die meisten in Flaschen abgefüllten Heilwässer kann man täglich auch in größeren Mengen trinken. Achten Sie auf die Trinkempfehlungen auf dem Etikett.

Das steckt drin: wirksame Inhaltsstoffe

Jedes natürliche Heilwasser ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Seine charakteristische Zusammensetzung sorgt für die spezifischen gesundheitlichen Wirkungen. Einige wichtige Inhaltsstoffe und ihre Funktionen stellen wir kurz vor. Neben diesen zählen auch Fluorid, Natrium, Kieselsäure, Kohlensäure und zahlreiche Spurenelemente zu den Inhaltsstoffen vieler Heilwässer.

Calcium – für starke Knochen

Calcium stärkt als Baustoff unsere Knochen und Zähne. Es trägt dazu bei, Nervenimpulse an Muskeln weiterzuleiten und den Herzschlag zu koordinieren.

Magnesium – gegen müde Muskeln

Magnesium steuert die Muskelfunktion und den Herzschlag, leitet Nervenreize weiter, aktiviert Enzyme und ist an der Energieversorgung der Zellen beteiligt.

Hydrogencarbonat – vielseitiger Säurefänger

Hydrogencarbonat wirkt basisch und kann Säuren im Körper neutralisieren. Der Körper selbst nutzt Hydrogencarbonat für sein natürliches Puffersystem.

Sulfat – fördert die Verdauung

Sulfat bindet Wasser im Darm und macht den Stuhl geschmeidiger. Zugleich übt es einen sanften Reiz auf die Darmschleimhaut aus und kann die Produktion von Verdauungssäften anregen.

Mineralstoffe aus Wasser gut bioverfügbar

Mineralstoffe aus Heilwässern kann der Körper gut verwerten. Studien zeigen z. B., dass Calcium aus Wasser ebenso gut aufgenommen wird wie aus Milch und Magnesium genauso gut wie aus Vollkornbrot.

Hier können Heilwässer helfen

Heilwässer können bei vielerlei Beschwerden helfen oder vorbeugen. Über die klassischen Anwendungsgebiete hinaus legen Studien nahe, dass Heilwässer aufgrund ihrer Inhaltsstoffe auch bspw. bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Problemen oder erhöhtem Cholesterinspiegel hilfreich sein können.

5 Heilwasser-Tipps im Überblick

  1. Leiden Sie unter Sodbrennen oder saurem Magen?
    Heilwasser mit viel Hydrogencarbonat (mind. 1.300 mg/l) kann die Säuren neutralisieren.
  2. Möchten Sie sich vor Osteoporose schützen oder vertragen Sie keine Milch? Dann können Sie für eine bessere Calciumversorgung täglich calciumreiches Heilwasser (mind. 250 mg Calcium/l) trinken.
  3. Haben Sie häufiger Muskelkrämpfe aufgrund von Magnesiummangel? Magnesiumreiche Heilwässer (mind. 100 mg Magnesium/l) versorgen den Körper mit dem wichtigen Mineralstoff und können Beschwerden lindern.
  4. Ist Ihr Darm träge und neigt zu Verstopfung?
    Sulfatreiche Heilwässer (mind. 1.200 mg Sulfat/l) können helfen, den Darm wieder in Schwung zu bringen.
  5. Treiben Sie viel Sport, sind schwanger, stillen oder haben aus anderen Gründen einen erhöhten Mineralstoffbedarf?
    Heilwässer sind in der Regel sehr mineralstoffreich und liefern zudem die notwendige Flüssigkeit.

Säure-Basen-Haushalt

Eine Ernährung mit viel tierischem Eiweiß, aber wenig Obst und Gemüse kann zu einer schleichenden Übersäuerung führen. Das beeinträchtigt auf Dauer den Stoffwechsel und belastet die Nieren. Zugleich steigt das Osteoporose-Risiko, da der Körper Calcium aus den Knochen löst, um Säuren zu neutralisieren.

Trinktipp: Heilwässer mit viel Hydrogencarbonat können einfach und wirksam helfen, den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen, da sie überschüssige Säuren binden.

Sodbrennen und saurer Magen

Zu viel Magensäure und ihr Rückfluss in die Speiseröhre verursachen unangenehmen Druck im Bauch und saures Brennen im Hals. Oft werden dann säurebindende Medikamente (Antazida) eingesetzt.

Trinktipp: Auch durch hydrogencarbonatreiche Heilwässer lassen sich Säurebeschwerden lindern. Studien zeigen, dass sie Säuren ebenso gut binden wie entsprechende Medikamente.

Verdauungsbeschwerden

Verdauungsprobleme können viele Ursachen haben, von ungesunder Ernährung über zu wenig Bewegung bis zu Nervosität und Stress.

Trinktipp: Heilwässer mit viel Sulfat können auf natürliche Weise helfen, den Darm wieder in Schwung zu bringen. Sie kurbeln die Produktion von Verdauungssäften an, machen den Stuhl weich und fördern den Transport im Darm, was durch die Flüssigkeitszufuhr zusätzlich unterstützt wird.

Calciummangel und Osteoporose

Wer vegan lebt, keine Milch mag oder sie nicht verträgt, hat oft Probleme, seinen Bedarf an Calcium zu decken. Calciummangel erhöht jedoch auf Dauer das Risiko für Osteoporose. Die Festigkeit der Knochen lässt mit dem Alter stetig nach. Um die Knochen möglichst stabil zu halten, sollte man ein Leben lang auf ausreichend Calcium achten.

Trinktipp: Calciumreiche Heilwässer können die Calciumzufuhr einfach und kalorienfrei ergänzen und oft Calciumtabletten ersetzen.

 

Magnesiummangel

Da Magnesium an vielen Funktionen im Körper beteiligt ist, kann ein Mangel vielfältige Symptome zeigen: von Erschöpfung und mangelnder Konzentration über Muskelkrämpfe und Kopfschmerzen bis zu Migräne oder Herzrhythmusstörungen. Studien deuten zudem darauf hin, dass zu wenig Magnesium das Risiko für Diabetes Typ 2 erhöhen könnte.

Trinktipp: Magnesiumreiche Heilwässer versorgen den Körper mit gut verwertbarem Magnesium. So können sie helfen, einen Magnesiummangel zu vermeiden und Folge-Beschwerden zu lindern.

Blasenentzündung

Vor allem Frauen leiden oft unter Harnwegsinfekten. Diese werden durch Bakterien ausgelöst, meistens durch den Stamm E. coli.

Trinktipp: Da E. coli-Bakterien ein alkalisches Milieu mögen, hilft es, den Harn als Gegenmaßnahme anzusäuern, um sie zu vertreiben. Dazu eignen sich sulfatreiche Heilwässer, die zudem mit ihrer Flüssigkeit schädliche Bakterien ausschwemmen können. Bei diagnostizierten säureliebenden Bakterien kann dagegen ein Hydrogencarbonat-Heilwasser helfen, den Harn basischer werden zu lassen.

Über den Autor

Dr. Marion Wüstefeld-Würfel
Dr. Marion Wüstefeld-Würfel
Verband Dt. Mineralbrunnen (VDM)

Bildergalerie

Aktuelle Ausgabe07.10.