Starke Wässer für starke Knochen

Auf den ersten Blick mutet es vielleicht seltsam an, dass Wässer geeignet sein sollten, die Knochen zu stärken. Doch viele Mineralstoffe aus Mineral- und Heilwässern spielen eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel. Insofern bieten diese Wässer eine gute und kalorienfreie Möglichkeit, um die Knochen z. B. mit Calcium, Magnesium, Kieselsäure oder Hydrogencarbonat zu versorgen. Calciumreiche Heilwässer sind sogar ausdrücklich zur Vorbeugung von Osteoporose zugelassen.

 

Seine Knochen stärken sollte man ein Leben lang, um dem gefürchteten „Knochenschwund“ im Alter vorzubeugen. Denn Osteoporose ist weit verbreitet. In Deutschland leidet jede vierte Frau über 50 an brüchigen Knochen, bei den über 75-jährigen hat sogar die Hälfte Osteoporose. Betroffen sind etwa 6,3 Mio. Frauen und Männer. Etwa die Hälfte erlitten bereits Knochenbrüche.[1]

Studien zeigen, wie wichtig Mineralstoffe für die Knochen sind

Was braucht unser Körper für stabile Knochen? Zahlreiche Faktoren tragen dazu bei, dass die Knochen optimal aufgebaut werden können. Eine im wahrsten Sinne tragende Rolle spielt Calcium als stabilisierender Mineralstoff in den Knochen. Kieselsäure ist ebenfalls erforderlich für eine stabile Knochenstruktur. Und Magnesium wird gebraucht, um den Knochenstoffwechsel zu regulieren. Hydrogencarbonat wiederum kann einer „calcium-raubenden“ Übersäuerung entgegenwirken.

Calcium ist der Hauptbestandteil unserer Knochen. Er verleiht ihnen Stabilität: Je mehr Calcium die Knochen enthalten, desto dichter, fester und belastbarer sind sie. Das ist vielfach wissenschaftlich belegt.[2] Wer bereits in der Kindheit über längere Zeit ausreichend Calcium aufnimmt, kann die Knochendichte nachhaltig erhöhen und das Osteoporose-Risiko senken.[3] Selbst im Alter kann man noch etwas tun: Wissenschaftler haben ermittelt, dass ältere Frauen, die täglich einen Liter Wasser mit 400 mg Calcium trinken, die Knochendichte einer sieben Jahre jüngeren Frau erreichen können.[4]

Eine gute, kalorienfreie Quelle für Calcium sind calciumreiche Heilwässer ab etwa 250 mg Calcium pro Liter. Sie liefern damit bereits ein Viertel des Tagesbedarfs an Calcium. Höher mineralisierte Heilwässer können mit einem Liter sogar die Hälfte des Calciumbedarfs decken, und das völlig kalorienfrei. Viele calciumreiche Heilwässer sind ausdrücklich zur Vorbeugung und unterstützenden Behandlung von Osteoporose zugelassen.

Magnesium befindet sich in unserem Körper zu etwa 60 % in den Knochen und hilft dort den Knochenstoffwechsel zu regeln. Studien zeigen, dass Gesunde, die viel Magnesium aufnehmen überwiegend eine hohe Knochendichte aufweisen. Menschen mit Osteoporose, die mehr Magnesium aufnahmen, hatten ein geringeres Risiko für Knochenbrüche, wie eine Studie ergab.[5] Als magnesiumreich gelten Heilwässer ab etwa 100 mg Magnesium pro Liter. Damit decken sie schon ein Drittel des täglichen Magnesiumbedarfs erwachsener Frauen.

Kieselsäure ist eine Silizium-Verbindung, die die Bildung von Kollagen und Elastin, zwei wichtigen Bestandteilen des Bindegewebes, fördert. Dass Kieselsäure einen positiven Einfluss auf die Knochen ausübt, ergab bereits ein Review von 2014.[6] Dabei zeigte eine große Studie, dass bei Menschen, die mehr Silizium bzw. Kieselsäure aufnahmen, weniger Knochensubstanz ab- und mehr aufgebaut wurde.[7] Ein Mangel an Kieselsäure kann dagegen zu Knochen- und Knorpelveränderungen führen.[8] [9] Fazit einer weiteren Studie: Je höher die Siliziumzufuhr, desto höher die Knochendichte.[10] Dies gilt insbesondere für Männer und für Frauen vor der Menopause. Vermutet wird, dass Kieselsäure das Einlagern von Calcium in die Knochen unterstützt.

 

Kieselsäure und Silizium

Kieselsäure ist eine Verbindung von Silizium und Wasser. In dieser wasserlöslichen Form kann es am besten vom Körper aufgenommen und transportiert werden. In unserem Körper steckt Silizium nahezu in jeder Zelle, vor allem in Knochen und Knorpeln, in Bindegewebe und Blutgefäßen.

Hydrogencarbonat wirkt basisch und ist somit der Gegenspieler von Säuren. Verschiebt sich das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper auf Dauer in Richtung „sauer“, wird verstärkt Knochenmasse abgebaut, wie eine Studie der Universität Baltimore zeigte.[11] Je saurer der Blut-pH-Wert, desto größer war der Verlust an Knochenmasse. Denn um die Säuren zu neutralisieren, löst der Körper Calcium aus den Knochen. Dadurch steigt das Risiko für brüchige Knochen bzw. Osteoporose. Umgekehrt gilt laut dieser Studie: Je basischer das Blut, desto stabiler die Knochen. Durch das Neutralisieren der Säuren kann Hydrogencarbonat helfen, den Knochenabbau zu verhindern, wie eine weitere Studie ergab.[12]

 

Tipp: Am besten wirken Heilwässer, wenn sie über den Tag verteilt getrunken werden. So werden die Mineralstoffe optimal aufgenommen. Da diese bereits im Wasser gelöst sind, kann unser Körper sie schnell und gut aufnehmen.

Heilsame Wässer als Quelle für Knochen-Mineralstoffe

Die perfekte Quelle, um Calcium, Magnesium, Hydrogencarbonat und Kieselsäure aufzunehmen, sind natürliche Heilwässer. Viele liefern gleich mehrere Mineralstoffe, die für die Knochen wichtig sind. Darüber hinaus versorgen sie den Körper mit Flüssigkeit. Und das auf ganz natürliche Weise und völlig kalorienfrei. Mehr Informationen über Heilwässer, ihre Inhaltsstoffe und Wirkungen sowie eine Liste der erhältlichen Heilwässer gibt es auf www.heilwasser.com

 

Was ist Heilwasser?

Heilwässer sind natürliche Wässer mit vorbeugenden, lindernden oder heilenden Wirkungen. Diese müssen wissenschaftlich nachgewiesen werden, damit ein Wasser vom BfArM eine Zulassung als Heilwasser erhält. Über Inhaltsstoffe und Anwendungsgebiete eines Heilwassers informiert das Flaschenetikett. Erhältlich sind Heilwässer in gut sortierten Getränke- und Lebensmittelmärkten. Mehr Informationen über Inhaltsstoffe und Wirkungen von Heilwässern bietet die Website www.heilwasser.com

 

Ein Infoblatt zum Thema Calciummangel und Osteoporose und weitere Fachinformationen können hier kostenlos heruntergeladen werden: https://www.heilwasser.com/service/heilwasser-fachinformationen/

 

 

 

[1]https://www.aerzteblatt.de/archiv/134111/Epidemiologie-der-Osteoporose-Bone-Evaluation-Study

[2] Meunier, PJ et al.: Consumption of a high calcium mineral water lowers biochemical indices of bone remodeling in postmenopausal women with low calcium intake. Osteoporos Int 2005; 16: 1203-1209

[3] Closa-Monasterolo R et al. Adequate calcium intake during long periods improves bone mineral density in healthy children. Data from the Childhood Obesity Project. Clin Nutr. (2017)

[4] Aptel, I et al.: Association between calcium ingested from drinking water and femoral bone density in elderly women: Evidence from the EPIDOS cohort. Journal of Bone and Mineral Research 1999; Vol 14, 5: 829-833

[5] Veronese et al., Dietary magnesium intake and fracture risk: data from a large prospective study. Br J Nutr. 2017 Jun 20:1-7. doi: 10.1017/S0007114517001350.

[6] Rodella LF, Bonazza V, Labanca M et al. A review of the effects of dietary silicon intake on bone homeostasis and regeneration. J Nutr Health Aging 2014; 18: 820-826

[7] Macdonald HM, Hardcastle AC, Jugdaohsing R et al. Dietary silicon intake with oestrogen to influence bone health: Evidence from the Aberdeen Prospective Osteoporosis Screening Study. Bone 2012; 50:681-687

[8] Li Z et al. Absorption of silicon from artesian aquifer water and its impact on bone health in postmenopausal women: a 12 week pilot study. Nutr J 2010; 9:44

[9] Jugdaohsingh R. Silicon and bone health. J Nutr Health Aging. 2007 Mar-Apr;11(2):99-110

[10] Jugdaosingh R, Tucker KL, Qiao N et al. Dietary silicon intake is positively associated with bone mineral density in men and premenopausal women of the Framingham Offspring Cohort. J Bone Miner Res 2004; 19: 297-307

[11] Tabatabai et al., Arterialized Venous Bicarbonate Is Associated With Lower Bone Mineral Density and an Increased Rate of Bone Loss in Older Men and Women,

J Clin Endocrinol Metab, 2015

[12] Wynn E et al. Postgraduate Symposium: Positive influence of nutritional alkalinity on bone health. Proc Nutr Soc. 2010 Feb;69(1):166-73. Epub 2009 Dec 3.

Über den Autor

Dr. Marion Wüstefeld-Würfel
Dr. Marion Wüstefeld-Würfel
Verband Dt. Mineralbrunnen (VDM)

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