Arthrose - Meniskus - Kreuzbandriss
Das Knie behandeln und wieder mobil sein

Über Beschwerden im Knie klagt jeder zweite Deutsche, der von Gelenkschmerzen betroffen ist. Arthrose ist eine häufige Ursache. Wird das Knie beim Sport oder bei einem Unfall verletzt, sind meist der Meniskus oder das vordere Kreuzband betroffen.

Das Kniegelenk verbindet Ober-, Unterschenkel und Kniescheibe. Damit sind Beuge- und Streckbewegungen sowie leichte Innen- und Außendrehungen möglich. Das vordere und das hintere Kreuzband stabilisieren das Knie, das innere und das äußere Seitenband begrenzen es seitlich. Die Patellasehne ist die größte Sehne des Kniegelenks und bettet die Kniescheibe ein. Das Knie ist enorm belastbar, aber auch sehr verletzungsanfällig, weil es nicht von schützenden Muskeln umgeben ist.

Arthrose - Meniskus - Kreuzbandriss

Ist der Gelenkknorpel einmal abgenutzt, kann er seine Pufferfunktion für die Knochen nicht mehr erfüllen, die dann aufeinander reiben und verschleißen. Arthrose ist nicht heilbar. Entzündungshemmende, schmerzlindernde Medikamente, entlastende Bandagen und Orthesen, Krankengymnastik oder eine arthroskopische Knorpelglättung können helfen.

Der Meniskus ist der Puffer zwischen dem Ober- und Unterschenkelknochen. Ob Abnutzung oder ein Riss vorliegen, kann eine Gelenkspiegelung oder Kernspintomographie klären. Betroffene verspüren oft ein Stechen im Knie und eine leichte Schwellung, die sich bei Drehbewegungen verstärkt. Nach dem Eingriff helfen Lymphdrainage, Krankengymnastik und die Therapie mit Softorthesen, die direkt auf der Haut getragen werden.

Die Kreuzbänder im Knie gleichen die Scherkräfte aus. Sie verhindern, dass sich der Oberschenkel über den Unterschenkel schiebt bzw. begrenzen die Drehbewegungen. Der vordere Kreuzbandriss ist die häufigste Sportverletzung. Er kann durch eine starke Drehung oder einen abrupten Richtungswechsel eintreten. Der Arzt entscheidet, ob die Gelenkfunktion durch Muskelaufbau oder eine Operation wiederhergestellt wird. Heute kann das Kreuzband sogar durch eine körpereigene Sehne ersetzt werden. Moderne Orthesen (z. B. von medi) unterstützen den Roll-Gleit-Mechanismus des Knies, entlasten und führen es und tragen dazu bei, dass die volle Beweglichkeit - auch beim Sport - wiedererlangt werden kann. Sie werden bei Notwendigkeit vom Arzt verordnet und im medizinischen Fachhandel angepasst. Die gesetzliche Zuzahlung beträgt dann 10 Euro. Informationsmaterial kann bei Orthopädie Gerster, Telefon 06441-46821, info@ortho-gerster angefordert werden.

Über den Autor

Alexa Gerster
Alexa Gerster
Orthopädie Gerster, Wetzlar
Aktuelle Ausgabe2/2018