Gonarthrose:


Hilfe bei Gelenkverschleiß im Knie

Knieschmerzen – oft steckt eine Gonarthrose dahinter.

Sie bezeichnet die langsam fortschreitende Abnutzungserkrankung des Knorpels im Kniegelenk. Er sorgt für eine reibungsarme Beweglichkeit der Gelenke und eine Abfederung von Stoß- und Druckbelastungen. Nutzt er sich ab, sind Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit im Knie eine häufige Folge. Unbehandelt können sich die Beschwerden im Laufe der Zeit verschlimmern. Bei Gonarthrose sind unter anderem spezielle Knieorthesen ein wichtiger Therapiebaustein. Sie stabilisieren, entlasten das Knie und können Schmerzen lindern, um wieder mobiler zu sein.

Wie entsteht eine Gonarthrose? Meistens handelt es sich um einen altersbedingten Knorpelabbau. Begünstigt wird er häufig durch eine angeborene Fehlstellung wie O-Beine oder X-Beine. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht und Überlastung. Knieverletzungen beim Sport, im Beruf und in der Freizeit können ebenfalls dazu führen, dass der natürliche Verschleiß früher und an belasteten Stellen verstärkt einsetzt.

Knieorthesen – komfortable Therapie bei Gonarthrose

Zur Therapie der Gonarthrose gibt es besondere Knieorthesen für alle Stadien der Erkrankung. Die Softorthesen medi Soft OA und medi Soft OA light halten das Bein bei Belastung in der richtigen Beinachse, entlasten und lindern Schmerzen. Das formstabile Material stabilisiert das Kniegelenk, es ist atmungsaktiv und bietet einen hohen Tragekomfort. Durch das Schlupf-Design mit zweigeteilter Wickeltechnik am Ober- und Unterschenkel lassen sich die Softorthesen komfortabel anlegen.

Rahmenorthesen entlasten und stabilisieren dank ihrer Rahmenkonstruktion noch effektiver und bieten dem Patienten mehr Sicherheit. Das bewährte 3-Punkt-Entlastungsprinzip schützt das Kniegelenk vor dem seitlichen Ausbrechen. Die Einstellgelenke an der Außen- und Innenseite des Kniegelenks minimieren den Druck auf die schmerzhaften Bereiche, sodass der Patient sich wieder mehr bewegen kann. Die Orthese kann auch unauffällig unter der Kleidung getragen werden.

Gonarthrose-Patienten können selbst viel dazu beitragen, um Schmerzen zu reduzieren und die Behandlungsergebnisse zu verbessern.

Wer Schmerzen hat, neigt oft zu einer Schonhaltung und versucht, das Knie möglichst nicht zu bewegen. Dabei ist auch Bewegungsmangel eine Ursache für Arthrose. Gezieltes Training der erkrankten Gelenke fördert Muskelkraft, Beweglichkeit und Koordination. Durch Bewegung wird mehr Gelenkflüssigkeit produziert, sodass der verletzte Knorpel mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt werden kann. Empfehlenswert sind Sportarten wie Schwimmen, Wassergymnastik und Radfahren. Wichtig ist es, alle sportlichen Aktivitäten an das persönliche Wohlbefinden und den Gesundheitszustand anzupassen und vorab mit dem Arzt abzustimmen.

Über den Autor

Alexa Gerster
Alexa Gerster
Orthopädie Gerster, Wetzlar

Bildergalerie

Aktuelle Ausgabe04.04.