Stolperfalle Hauseingang

Auf der sicheren Seite durch barrierefreien Umbau des Außenbereichs

In der dunklen Jahreszeit ist insbesondere für ältere Menschen der Hauseingang leider allzu oft ein Gefahrenbereich: So kommt es auf rutschigen oder vereisten Treppen häufig zu Sturzunfällen. Experten schätzen, dass etwa jeder dritte über 60-Jährige einmal im Jahr stürzt. Dabei kann gerade im Alter ein Sturz schwere Folgen haben: Viele erleiden Knochenbrüche und sind fortan in ihrer Mobilität eingeschränkt.

Bleiben Sie in Bewegung!

Doch der Sturz im Alter hat auch noch eine andere Dimension: Etwa die Hälfte der Betroffenen traut sich in Folge des Sturzes – vor allem im Winter – nicht mehr aus dem Haus, die sozialen Kontakte leiden darunter und die Lebensqualität nimmt ab. Gleichzeitig bauen durch die verminderte körperliche Aktivität die Muskeln ab und das Sturzrisiko nimmt weiter zu. Bleiben Sie daher in Bewegung und verschaffen Sie sich durch den barrierefreien Umbau mehr Sicherheit im Außenbereich. Dazu empfehlen sich beispielsweise:

  • Rampen
  • rutschfester Untergrund
  • Beleuchtung
  • Geländer und passende Greifhilfen

Maßnahmen für mehr Sicherheit

Rampen: Wer auf einen Rollator angewiesen ist, sollte über den Aufbau einer Rampe nachdenken, die auch mit Rollstuhl problemlos zu bewältigen ist. Zur Umsetzung sollte unbedingt eine Fachkraft für Barrierefreies Bauen und Wohnen hinzugezogen werden, denn bei der Ausführung gilt es einiges zu beachten. Die Schräge darf sechs Prozent Steigung nicht überschreiten und sowohl am Anfang wie am Ende der Rampe muss eine ebene Bewegungsfläche von 150 cm Breite und 150 cm Tiefe vorhanden sein.

Rutschfester Untergrund: Ein entscheidender Faktor für mehr Sicherheit im Außenbereich ist natürlich auch ein rutschfester Untergrund. Hierfür gibt es verschiedenste Beläge, die den unterschiedlichsten Ansprüchen hinsichtlich der Ästhetik gerecht werden.

Beleuchtung: Ältere Menschen sehen vieles dunkler und nicht mehr so scharf. Neben der passenden Sehhilfe ist es daher besonders wichtig, dass der gesamte Eingangsbereich sehr gut beleuchtet ist. Eine Möglichkeit ist, eine Wegbeleuchtung, die nach unten scheint und nach oben abgedunkelt ist, zu installieren.

Geländer und passende Greifhilfen: Um die Rampe, bzw. die Treppe optimal zu sichern, empfiehlt sich überdies ein Geländer und/oder passende Greifhilfen, die zusätzlichen Halt im Eingangsbereich geben.

Nutzen Sie die finanzielle Unterstützung des Staates

Für den barrierefreien Umbau werden Sie vom Staat großzügig gefördert. Nutzen sie das! Bei der Antragsstellung unterstützt Sie natürlich der Fachbetrieb für barrierefreies Bauen und Wohnen.

Über den Autor

Malte Kurz
Malte Kurz
Fachkraft für barrierefreies Bauen,
Baugeschäft Nicolai seit 1850 in Wetzlar

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Aktuelle Ausgabe2/2018