
„Treppensteigen darf keine Hürde sein“
Ein Gespräch mit Lifta-Berater Thorsten Gaub
Viele Menschen wünschen sich, auch im Alter oder bei eingeschränkter Mobilität in den eigenen vier Wänden bleiben zu können. Doch wenn die Treppe zur täglichen Herausforderung wird, kommt oft die Frage auf: Wie lässt sich das Zuhause sicher und komfortabel gestalten? Ich habe mit Thorsten Gaub, Außendienstmitarbeiter bei Lifta Treppenlifte, über Möglichkeiten, Kosten und Förderungen gesprochen.
Herr Gaub, ab wann sollte man über einen Treppenlift nachdenken?
Viele Menschen warten zu lange, bis sie sich mit dem Thema beschäftigen und meist erst, wenn das Treppensteigen wirklich nicht mehr geht oder nach einem Sturz. Sinnvoll ist es, früher anzusetzen. Wenn die Treppe zunehmend anstrengend wird, Schmerzen auftreten oder Unsicherheit besteht, kann ein Lift eine große Erleichterung sein und jede Menge Lebensqualität zurückbringen.
Welche Arten von Treppenliften gibt es überhaupt?
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen geraden und kurvigen Treppenliften. Gerade Lifte sind meist günstiger und schneller installiert, weil sie auf einer standardisierten Schiene laufen. Bei kurvigen oder gewendelten Treppen wird die Schiene individuell angepasst. Das ist technisch etwas aufwändiger, aber in fast jedem Haus möglich. Neben dem klassischen Sitzlift gibt es auch Plattformlifte für Rollstuhlfahrer oder Hublifte für kleine Höhenunterschiede.
Wie sieht es mit den Kosten aus? Womit muss man rechnen?
Die Preise hängen stark von der Treppenform und den persönlichen Bedürfnissen ab.
Ein gerader Treppenlift beginnt in der Regel bei etwa 5.000 Euro, ein kurviger Lift liegt meist zwischen 11.000 und 16.000 Euro. Wichtig ist: Bei Lifta sind Beratung, Aufmaß und Angebot immer kostenfrei und unverbindlich. Wir schauen uns die Wohnsituation genau an und finden gemeinsam eine Lösung, die technisch wie finanziell passt.
Gibt es Unterstützung oder Zuschüsse für den Einbau?
Ja, und das ist vielen gar nicht bewusst! Besonders relevant ist der Zuschuss der Pflegekasse: Wer einen Pflegegrad hat, kann bis zu 4.180 Euro pro Person für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen erhalten. Wenn beispielsweise beide Ehepartner einen Pflegegrad besitzen, sind also bis zu 8.360 Euro Förderung möglich.
Zusätzlich bieten manche Kommunen oder Länder eigene Programme an. In Hessen fördert die WI-Bank behindertengerechte Umbaumaßnahmen im Wohneigentum mit bis zu 6.500 Euro. In bestimmten Fällen lohnt sich zudem die Nachfrage bei der Renten- oder Unfallversicherung.
Wichtig ist, dass wir unseren Kunden die Bürokratie abnehmen, indem wir uns allumfassend um Anträge kümmern und weitere Hürden aus dem Weg schaffen.
Wie läuft der Weg zum Treppenlift konkret ab?
Hier kommt das Sanitätshaus Frohn ins Spiel. Die Kunden rufen euch an und möchten sich informieren. Ihr nehmt die Kontaktdaten auf und nach der Weitergabe durch euch vereinbaren wir einen Termin vor Ort. Ich komme persönlich vorbei, nehme Maß und bespreche die Wünsche, wie Sitzfarbe, Bedienung oder Klappfunktionen. Anschließend gibt es ein transparentes Angebot. Nach Auftragseingang dauert die Fertigung und Montage bei einem geraden Lift oft nur etwa vier Wochen. Der Einbau selbst erfolgt an einem Tag, sauber und ohne große Umbauten.
Und wie ist das mit Wartung und Sicherheit?
Alle Lifte sind TÜV-geprüft und mit Sicherheitsfunktionen wie Gurt, Notstopp und Akku-Betrieb ausgestattet. Der Lift funktioniert also auch bei Stromausfall. Eine jährliche Wartung wird empfohlen, um lange Freude an der Anlage zu haben. Viele Kunden nutzen dafür Wartungsverträge, die automatisch an die Inspektionen erinnern.
Was ist Ihnen persönlich wichtig, wenn Sie Menschen beraten?
Mir geht es darum, Sicherheit und Selbstständigkeit zu ermöglichen. Für viele ist der Treppenlift ein Stück Freiheit. Sie können ihr Zuhause weiter nutzen, ohne ständig Hilfe zu brauchen. Wenn ich sehe, wie erleichtert Kunden nach der ersten Fahrt sind, weiß ich: Das war genau die richtige Entscheidung.
Herr Gaub, vielen Dank für das Gespräch!

Thorsten Gaub