
Müde, energielos, ausgebrannt - die TCM hilft
Eine häufige und weitverbreitete Erscheinung ist die Energielosigkeit. Sie betrifft alle Alters- und Bevölkerungsgruppen. Begleiterscheinungen sind Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen, verminderte Schlafqualität, Erschöpfungssymptomatik, Unruhe trotz Müdigkeit bis hin zum Burnout Syndrom.
Fühlt man sich energielos, leidet die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis. Die Fähigkeit, den Alltag zu bewältigen ist beeinträchtigt. Es kommt zu Müdigkeit und Konzentrationsstörungen, daraus entstehen Probleme am Arbeitsplatz und auch soziale Probleme, Verspannungen bis hin zu Kopfschmerzen und Schwindel. Dauert dieser Zustand an, so führt dies zum Burnout-Gefühl, man hat keine Lust mehr, am Leben teilzunehmen und kapselt sich ab.
Was sind die Ursachen von Energielosigkeit?
Der Hauptgrund für Energielosigkeit ist die Schlafstörung, wenn aufgrund von Einschlaf- oder Durchschlafproblemen die Gedanken nachts nicht zur Ruhe kommen, man aufgeregt ist oder grübelt. Schlafstörungen haben oft auch eine körperliche Ursache, z.B. Verspannungen der Muskulatur oder auch Krankheiten. Frühes Aufwachen (vor allem zwischen 2 und 4 Uhr morgens) beeinträchtigt die Schlafqualität, am Tag ist man reizbar und ungeduldig. Vor allem nach Stress oder anstrengender Arbeit kann man schlecht schlafen, häufig wacht man auf und schwitzt, man träumt viel, kann sich aber nicht erinnern, ein Gefühl der Unruhe entsteht, das Herz beginnt zu rasen, man wird aggressiv.
Weitere Gründe für Energielosigkeit kann ein schwerer emotionaler Schock oder ein plötzlicher Schreck sein, die Emotionen sind plötzlich durcheinander. Das kostet viel Energie, deshalb wird der Schlaf unruhig und oberflächlich, man erwacht häufig in den Morgenstunden und kann nicht mehr einschlafen, viele Träume und Herzrasen. Am Tag fühlt man sich dem Leben nicht gewachsen, ist ängstlich und lacht viel in unangepassten Situationen.
Längere Krankheit und auch ständige Überarbeitung schwächen die Leber, die als Sitz der Emotionen gilt. Sie zieht wiederum alle anderen Organe, vor allem das Herz, in Mitleidenschaft. Man fühlt sich „ausgebrannt“ und unruhig, der Schlaf will trotz starker Erschöpfung nicht kommen. Schläft man ein, so kommt es zu Sprechen im Schlaf oder auch Schlafwandeln.
Übermäßige Emotionen wie Ängstlichkeit, Besorgtheit oder Grübeln verbrauchen auch viel Energie und schwächen den Körper. Man fühlt sich durch den ständigen Druck extrem verwundbar und depressiv. Der Schlaf ist ruhelos mit vielen Wachheitsphasen, was zu Erschöpfung und Traurigkeit führt.
Das Burnout-Syndrom
Hier treffen äußere und innere krankmachende Faktoren zusammen, es kommt zur Disharmonie von Körper und Geist, die beide im Ungleichgewicht sind.
Äußere Faktoren sind Druck und Stress durch krankmachende Arbeitsbedingungen, innere Faktoren liegen im Patienten selbst begründet, der individuelle Kreislauf der Lebenskraft und der Körperflüssigkeiten, sowie der Stoffwechsel innerhalb der Organe.
Das Außen wirkt auf das Innere, z.B. Stress und Druck aktivieren Emotionen, die sich negativ auf Organe und den Körperkreislauf auswirken können. Der Blutdruck steigt, Cholesterin lagert sich an den Gefäßwänden ab – es kommt zu Blockaden der Gefäße, was schließlich Organe und das Gehirn schädigt. Ebenso wirkt das Innere auch auf das Äußere, wenn der Kreislauf im Inneren des Körpers blockiert ist, spiegelt sich das in den Gefühlen und Reaktionen wider, die man seiner Umwelt entgegenbringt. Der Burnout verläuft fortschreitend in Stadien, die von inneren Zwängen über Verdrängung eigener Bedürfnisse, inneren Rückzug, Verhaltensveränderungen bis hin zur inneren Leere, Panikattacken, Depression und völliger körperlicher Erschöpfung reichen.
Wie behandelt die TCM?
In der traditionellen chinesischen Medizin werden Energielosigkeit, Schlafstörungen, Müdigkeit, Unruhe und Burnout von ihrer Ursache her behandelt. In einem ausführlichen Gespräch versucht der Therapeut die Ursachen zu ermitteln, um dann einen Behandlungsplan zu entwerfen.
Die Therapie besteht aus Ganzkörperakupunktur und Schröpfen, dazu werden Kräuter verabreicht, die speziell auf das Grundproblem abgestimmt sind. Die Kräutertherapie dient nicht als Schlafmittel, es werden keine betäubenden Substanzen verabreicht, sondern harmonisierende Wirkstoffe, die beruhigend aber auch gleichzeitig stimulierend wirken.
Ganzkörperakupunktur dient dazu, die Meridiane und die dazugehörigen Organe zu stimulieren, damit der Körper den Heilungsprozess beginnen kann. Blockaden werden gelöst und Leitungsbahnen wieder durchgängig gemacht, Nerven beruhigt und Energie im Körper verteilt.
Das Schröpfen leitet innere Hitze aus, bringt Wärme in die Muskulatur und entspannt diese dadurch. Es sendet Impulse ins Gehirn, stimuliert die geschröpften Hautareale und setzt eine Reaktion in Gang, die das Immunsystem anregt.
Limin Li,
Naturheilpraxis TCM GmbH Linden