
Schmerzfrei über Kopf –
Moderne Schultermedizin am UKGM Gießen
Ein Griff ins hohe Regal, das Anziehen der Jacke oder der Aufschlag beim Tennis: Die Schulter ist an nahezu jeder Bewegung des Arms beteiligt. Gleichzeitig ist sie eines der komplexesten Gelenke des menschlichen Körpers – und entsprechend anfällig für Schmerzen und Funktionsstörungen. Wenn die Beweglichkeit eingeschränkt ist oder Beschwerden den Alltag belasten, bietet die spezialisierte Schultersprechstunde am Universitätsklinikum Gießen (UKGM) in der Klinik für Unfallchirurgie, eine gezielte Abklärung und individuelle Therapie.
Präzise Diagnostik bei einem komplexen Gelenk
Die Ursachen für Schulterschmerzen sind vielfältig. Häufig stecken Veränderungen der Rotatorenmanschette – eines Sehnenverbundes, der das Schultergelenk stabilisiert – hinter den Beschwerden. Aber auch Engpasssyndrome, Kalkablagerungen, Instabilitäten nach Luxationen oder arthrotische Veränderungen können zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.
In der Schultersprechstunde der Unfallchirurgie (Tel: 0641-98557660) am UKGM Standort Gießen beginnt die Behandlung mit einer ausführlichen Anamnese und einer differenzierten klinischen Untersuchung. Ergänzt wird diese durch moderne bildgebende Verfahren wie hochauflösenden Ultraschall, Röntgendiagnostik oder Magnetresonanztomographie (MRT). Ziel ist eine möglichst exakte Diagnose – die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie.
Konservative Therapie als erster Schritt
Nicht jede Schultererkrankung muss operiert werden. In vielen Fällen lässt sich bereits mit konservativen Maßnahmen eine deutliche Verbesserung erreichen. Dazu gehören individuell angepasste physiotherapeutische Programme, entzündungshemmende Medikamente sowie gezielte Infiltrationstherapien.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der funktionellen Wiederherstellung der Schulter.
Minimalinvasive Chirurgie bei strukturellen Schäden
Wenn strukturelle Schäden vorliegen oder konservative Maßnahmen nicht ausreichen, kommen moderne operative Verfahren zum Einsatz. Viele Eingriffe können heute arthroskopisch durchgeführt werden – also minimalinvasiv über kleine Hautschnitte mit Hilfe einer Kamera (Arthroskopie).
Zum operativen Spektrum der Schulterchirurgie am UKGM zählen unter anderem die Rekonstruktion von Rotatorenmanschettenrissen, Stabilisationsoperationen bei wiederkehrenden Schulterluxationen, die arthroskopische Entfernung von Kalkdepots sowie Eingriffe bei Engpasssyndromen oder Erkrankungen der langen Bizepssehne.
Bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß stehen zudem moderne endoprothetische Verfahren zur Verfügung, beispielsweise anatomische oder inverse Schulterprothesen.
Zudem können alle Brüche (Frakturen) im Bereich des Oberarmkopfes, des Schulterblattes oder des Schlüsselbeins in unserer Sprechstunde erst- und weiterbehandelt werden.
Ziel: Beweglichkeit und Lebensqualität zurückgewinnen
Schulterbeschwerden können die Lebensqualität erheblich einschränken – im Beruf, im Alltag oder beim Sport. Die Schultersprechstunde am UKGM Gießen bietet Betroffenen eine spezialisierte Anlaufstelle, um die Ursache der Beschwerden gezielt zu klären und eine individuell angepasste Therapie einzuleiten. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Funktion des Gelenks wiederherzustellen und langfristig eine möglichst uneingeschränkte Beweglichkeit zu erreichen.
Schultersprechstunde UKGM Gießen (Unfallchirurgie): Dienstag 08.30 Uhr bis 14.00 Uhr
Terminvereinbarungen erfolgen über die Leitstelle der unfallchirurgischen Poliklinik.
Bildergalerie
Dr. Sophia Schmücker
Oberärztin, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie,
Spezielle Unfallchirurgie, Notfallmedizin, Sportmedizin, UKGM Gießen
Dr. Matthias Mülke
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Notfallmedizin
Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand und Wiederherstellungschirurgie
UKGM Gießen