Private Vorsorge stärken

Berliner Denkfabrik will mehr Gerechtigkeit der Generationen. Denken ist schwieriger als man denkt, heißt ein gängiges Bonmot. Ob es daran liegt, dass es in Deutschland weniger Denkfabriken als in den angelsächsischen Ländern gibt, ist nicht bekannt. Jedenfalls haben es think tanks hierzulande schwerer als dort, die gesellschaftspolitische Diskussion nachhaltig zu beeinflussen. Das seit über zwei Jahrzehnten bestehende Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) agiert seit über zwei Jahrzehnten auf einem für die Entwicklung Deutschlands schicksalsentscheidenden Thema, der Demografie, und der Herstellung von Generationengerechtigkeit. Die DNA des ursprünglich in Köln, jetzt in der Hauptstadt angesiedelten Instituts ist die Stärkung der privaten Vorsorge.

In einer immer älter werdenden Gesellschaft ist Ruhestandsplanung untrennbar auch mit Lebensberatung verbunden. Deswegen entwickelt das von Unternehmen der Finanzwirtschaft wie der Deutschen Bank oder von der Allianz geförderte Institut auch Strategien für die bedarfsgerechte Alterssicherung und Ruhestandsplanung.

Das von Unternehmensinteressen unabhängige DIA versteht sich als neutrale Plattform für einen umfassenden Diskurs zu Altersvorsorge, vergibt Gutachten an Wissenschaftler zu Fragen der Alterssicherung, offeriert einen Förderpreis für innovative Arbeiten, macht regelmäßige Repräsentativumfragen und Veranstaltungen im Regierungsviertel.

So versucht man, Hinweise auf eine richtige Ordnungspolitik zu geben, ob es um die Weiterentwicklung der Riester-Rente, das Betriebsrentenstärkungsgesetz oder die Schaffung eines online-Rentenkontos im digitalen Zeitalter geht. Vor allem mit Forderungen nach einer Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit ist das DIA in Erscheinung getreten.

Neben Klaus Morgenstern, früher Chefredakteur von portfolio international, ist ein ehemaliger hessischer CDU-Politiker Vorstandssprecher: Prof. Dieter Weirich, in den siebziger Jahren MdL, von 1980 bis 1989 Bundestagsabgeordneter und später dann Intendant der Deutschen Welle. Der gelernte Journalist lebt jetzt in Berlin.

 

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Aktuelle Ausgabe4/2018