Keimbelastung von Münzen und Geldscheinen
ist ungefährlich

An manchen Lebensmittelverkaufsstellen werden Handschuhe benutzt, um einen großen Hygienestandard nachzuweisen. Gelegentlich wird dies auf Wunsch der Kunden getan. Die Berufsgenossenschaft Nahrung und Gaststätten führte jüngst eine Hygieneuntersuchung hinsichtlich des Nutzens von Verkaufshandschuhen durch. Dabei zeigte sich, dass auf Münzen und Banknoten Keime nachzuweisen sind, aber in so einer geringen Anzahl, dass sie kein Infektionsrisiko darstellen. Daher bringt das Tragen von Handschuhen im Nahrungsmittelbereich keinen Vor- teil. Andererseits kann das zu Hygieneproblemen führen, da das dauerhafte Tragen von Handschuhen die Haut der Beschäftigten belasten, schädigen und krank machen kann. Daher kann eine falsche bzw. fehlerhafte Hygiene genau das Gegenteil bewirken was sie eigentlich bewirken sollte. Durch fehlerhafte Hygiene kommt es zu Hygieneproblemen.

Daher ist das Tragen von Handschuhen im Nahrungsgewerbe weder sinnvoll noch eine Verbesserung. Unabhängig davon sind die Hände bei Verschmutzungen und nach dem Gang zur Toilette mit Wasser und Seife zu reinigen. Dies entspricht einer guten Hygienepraxis.

Über den Autor

Dr. med. Wolfgang Bunk
Werksärztlicher Dienst, Wetzlar
Aktuelle Ausgabe1/2019