Sagen Sie Rückenschmerzen den Kampf an!

Rückenschmerzen gelten als die Volkskrankheit Nummer eins. Mit rückenfreundlichem Verhalten und körpergerechten Bewegungsabläufen kann man diesen entgegenwirken. Doch das alleine reicht nicht aus. Denn was nützt das beste rückenfreundliche Verhalten, wenn Möbel, Schreibtische und Autositze ergonomisch nicht sinnvoll und daher rückenschädlich sind. Und genau an diesem Punkt setzt die so genannte Verhältnisprävention an: Im Fokus steht die Frage „Wie kann ich mein Umfeld rückenfreundlich gestalten?“.

Wissen ist Macht – gegen das Rückenleiden

Weiterhelfen können bei dieser Frage die von der „Aktion gesunder Rücken“ (AGR) zertifizierten Referenten für rückengerechte Verhältnisprävention. Sie vermitteln, wie die ergonomische Gestaltung des persönlichen Umfelds Rückenerkrankungen vorbeugen kann – und im Krankheitsfall auch zur effektiven Linderung oder Bekämpfung der Schmerzen beiträgt. Die Referenten können die unterschiedlichsten Produkte begutachten, bewerten und entsprechende Empfehlungen aussprechen: Das Spektrum reicht von der Büroausstattung mit Schreibtisch und Bürostuhl über Betten und Möbel aller Art bis hin zu Garten- und Fitnessgeräten, Rollatoren, Liftsystemen und sogar orthopädischen Schuhen.

Allein die Produktbezeichnung „orthopädisch“, „ergonomisch“, etc. reicht nicht aus: Oftmals sind sie nur eine Täuschung. Darüber hinaus sind viele so genannte Güte- und Prüfsiegel schlicht und einfach Herstellerhinweise, die weder einer unabhängigen Prüfung unterzogen wurden noch ein Qualitätsmerkmal darstellen, wie eine Überprüfung von ÖKO-Test ergab. Anders das Gütesiegel „AGR geprüft und empfohlen“ der „Aktion Gesunder Rücken“: Es schneidet mit dem Gesamturteil „sehr gut“ ab.

Auch auf die richtige Einstellung kommt es an

Wichtig ist: Die Gegenstände des täglichen Lebens müssen sich durch ergonomische Gestaltung den Bedürfnissen des Benutzers anpassen – und nicht umgekehrt. Zum einen sind es die Produkte an sich, zum anderen – und letztendlich entscheidend – ist es die richtige Einstellung. Beispiel Arbeitsplatz: Die komfortabelste Büroausstattung bringt nichts, wenn sie nicht perfekt auf den Benutzer eingestellt ist. Hier gilt es, von der Höhe des Schreibtisches über den Winkel des Monitors bis zur Beweglichkeit des Bürostuhls vieles zu beachten.

Mehr Lebensqualität, mehr Leistungsfähigkeit

Ein rückenfreundliches Umfeld steigert nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Leistungsfähigkeit. So erhöht beispielsweise eine gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse die Produktivität um ein Vielfaches – und lässt Rückenschmerzen erst gar nicht entstehen.

Über den Autor

Annette Chrometz
Annette Chrometz
zert. Gesundheits- und Präventionsberaterin

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