Auch kleine Lösungen helfen den Wohnkomfort zu erhalten

Schon mit geringem Aufwand lässt sich Barrierefreiheit deutlich erhöhen

Mit zunehmendem Alter und eingeschränkter Mobilität wird der Gang ins Bad, aber auch in und aus dem Haus immer gefährlicher. Rutschiger Untergrund und fehlende Handgriffe können hier die Ursache sein. Viele scheuen den barrierefreien Umbau des Bades oder des Eingangs, da sie eine wochenlange Baustelle im oder am Haus befürchten. Viele haben auch vor hohen finanziellen Belastungen Angst – und so warten sie, bis es zum unumkehrbaren Sturz kommt. Das muss nicht sein! Bereits mit kleinen Lösungen, die weder zeit- noch kostenintensiv sind, kann die Barrierefreiheit deutlich erhöht werden.

Kleiner Umbau – große Wirkung

Eine barrierefreie Dusche beispielsweise kann schon mit geringem Aufwand erstellt werden, indem die alte Dusch- und/oder Badewanne ausgebaut und der Bereich dann ebenerdig gestaltet wird. Sind keine Originalfliesen mehr vorhanden, kann es zu optischen Abweichungen kommen, doch dafür erhöht sich die Sicherheit um ein Vielfaches. Auch lässt sich ein solch kleiner Umbau in den meisten Fällen schon mit dem Zuschuss der Pflegekasse umsetzen und die Bauzeit ist mit einer Woche ebenfalls überschaubar.

Im Eingangsbereich des Hauses kann ein Handlauf mit mit ein oder zwei Metern Gefahrenbereiche überbrücken und die Rutschfestigkeit von durch einen speziellen Belag erhöht werden. Solche kleinen Lösungen können für einen langen Zeitraum funktionieren, ohne dass große Umbauten oder Liftlösungen von Nöten sind.

 

Individuelle Lösungen

Gerade im barrierefreien Umbau gibt es keine Lösungen von der Stange: Jede Wohnsituation muss individuell betrachtet und beurteilt werden, damit die, für die Bewohner optimale Umbau- oder Verbesserungsmaßnahme gefunden und umgesetzt werden kann. Einzelne Maßnahmen können selbstverständlich auch über einen größeren Zeitraum nacheinander umgesetzt werden. Dies entlastet den Geldbeutel und das Nervenkostüm!

Warten Sie nicht bis es zum Sturz kommt, den dieser beeinflusst Ihre Lebensqualität mit einhergehenden Knochenbrüchen deutlich. So ist ein hoher Anteil der Betroffenen dauerhaft in seiner Mobilität eingeschränkt. Fast die Hälfte reduziert – aus Angst, wieder zu stürzen – in den Folgemonaten seine körperliche Aktivität. Die Folge ist Muskelabbau, so dass das Sturzrisiko weiter steigt. Fragen Sie den Experten, wie Sie mehr Barrierefreiheit mit kleinen Lösungen – individuell auf Ihren Lebenssituation abgestimmt – erlangen können!

Über den Autor

Malte Kurz
Malte Kurz
Fachkraft für barrierefreies Bauen,
Baugeschäft Nicolai seit 1850 in Wetzlar

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Aktuelle Ausgabe1/2019