Chancen nutzen

Liebe Leserinnen, liebe Leser! Zufriedenheit ist kein Garant für unser Leben. Zufriedenheit ist Aufgabe für jeden von uns sie zu erarbeiten. Zufriedenheit erlangen basiert auf Zielstrebigkeit und Neugier auf Veränderung und Bewegung im Leben. Welcher Zeitpunkt könnte dafür geeigneter sein wenn ein NEUES JAHR begonnen hat?

Plus – Minus sichtbar machen

Als kleine Hilfestellung, um den ehrlichen Grad seiner Zufriedenheit zu erkennen, dient wie üblich das Blatt Papier mit PLUS- und MINUS-Kategorie:

Was ist in meinem Leben so richtig schön und angenehm, fühlt sich zufrieden und gut an.

Was ist an der Zeit nun endlich in Angriff zu nehmen und Veränderung voranzutreiben. Zumindest sollten hier in dieser Spalte, die Gedanken und Wünsche Platz finden, die die Seele schon lange wünscht, der Geist aber daran hindert sie in die richtige Richtung zu bringen. Verhinderungen, weder Verändern noch Handeln werden nicht zuletzt von Ängsten gesteuert.

Wohin mit der Angst?

Zunehmend leiden in Deutschland Menschen unter erheblichen Ängsten, einer Angststörung, die nicht selten mit Panikattacken und frei flottieren Angstanfällen einhergeht! Es fühlt sich für Betroffene schrecklich an und leider wird es von Betroffenen oft aus Scham versucht sehr lange zu verheimlichen wie schlecht es ihnen geht!

Erste Anzeichen sind Schlafstörungen, Appetitmangel oder Fressattacken, Libido Verlust, Gereiztheit und Kräfteverlust, erkennbar auch durch extreme Schüchternheit, Angst vor Dingen oder Tieren, Panikstörung/Platzangst, Beklemmungsgefühle.

Etwas zuzudecken, etwas verheimlichen ist anstrengend! Insgesamt leiden 25 Prozent aller Menschen mindestens einmal im Leben unter Angststörungen. Willkommen im Club!

Wie kann man damit Leben?

Gar nicht! Nur, betroffene Personen finden oft nicht alleine den Weg aus diesem Dilemma. Es benötigt verständnisvolles Wort und echtes Gefühl für die Situation des Betroffenen, das ihn ermuntert und stärkt, den Weg zur Heilung anzutreten. Faire Unterstützung, ehrliche Worte und Lob sind die besten Wegbegleiter für Angstpatienten.

Angstauslöser – wenn die Seele Schaden nimmt

In den letzten Jahren haben wir vermehrt in Beiträgen über posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) gehört und gelesen. Auslöser kann eine subjektiv empfundene Situation sein, die für den Betroffenen absolut lebensbedrohlich und dramatisch war. Wir sprechen dann von einer Traumatisierung, die schwere Symptome als Folge nach sich zieht! Jetzt zieht die Angst in dieses Leben ein und die Lebensqualität sinkt auf null. Betroffene fühlen sich krank und sind nicht belastbar. Nicht selten führen dauerhafte Krankschreibungen zu Arbeitsplatzproblemen und schlimmsten Falls zum Jobverlust mit weiteren schweren Folgen.

Kinder besonders betroffen

Meiner Erfahrung nach sind Schulschwierigkeiten, sowie Schulverweigerung, die alarmierend zunehmen, in unmittelbarem Zusammenhang mit „emotional schlechten Erlebnissen“ zu sehen und gehen immer einher mit strukturloser oder zwanghafter Lebensplanung in Familien. Wer nicht als Kind von seinen Eltern entdeckt und verstanden wird, sensibel die Besonderheiten eines jeden Kindes erkannt werden, umso größer besteht die Gefahr für Entwicklungsstörungen. Bitte denken Sie daran, dass sich hinter dieser Problematik ein solches Phänomen verstecken kann.

Rasche Hilfe bieten MET

Selbstverständlich gibt es Hilfe. Viele Therapeuten bieten heute die Methode des MET an, dass durch den Dipl. Psychologen und Psychotherapeut Dr. Rainer Franke in 2003 im Fernsehen publik gemacht wurde! Klopfen gegen die Angst! Erstaunliche Erfolge sind damit zu erzielen und es funktioniert bemerkenswert. Dazu schauen Sie bitte unter https://www.youtube.com/watch?v=kOVrEGT6rME und

http://www.met2.de/wDeutsch/ die Filme an!

Sie geben Ihnen Information und Einblick in die Anwendung des MET. Wenn Sie einen MET-Therapeuten suchen scheuen Sie sich nicht bei mir nach Adressen in Ihrer Nähe nachzufragen.

und EMDR.

EMDR ist eine hoch wirksame, Trauma bearbeitende Methode der Psychotherapie und sie gilt international als die effektivste Methode zur Bearbeitung der Posttraumatischen Belastungsstörung. Sie wurde in den Vereinigten Staaten von Francine Shapiro entwickelt und hält langsam auch bei uns Einkehr. EMDR (Eye – Movement Desensitization Reprocessing ) enthält viele Elemente der Psychotherapie, benötigt im Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden allerdings nur etwa 40 % der üblichen Behandlungsstunden.

Durch EMDR werden Blockaden im Gehirn aufgelöst und fehlgespeicherte Informationen integriert. Wohl gemerkt: das Erlebte wird nicht ausgeschnitten oder ausradiert, aber das, was vor der Therapie als immer wieder schmerzhaft und mit Schrecken erinnert wird verliert nach der Therapie seine Bedrohung. Das Ereignis kann schmerzfrei in das Leben integriert werden.

Die zentralen Elemente sind die „bilaterale Stimulation“, die die hirneigenen Selbstheilungskräfte der linken und rechten Gehirnhälfte durch Augenbewegungen, Töne oder kurze Berührungen der Handrücken oder Oberschenkel, so genannte „Tabs“ aktiviert. Weiterhin ein Ressourcenaufbau durch Entspannungsverfahren und letztendlich die Bearbeitung des belastenden Ereignisses. In dieser Kombination wird eine schnelle Verarbeitung des Traumas möglich. Unter Patienten heißt EMDR auch „Einmal Musst Du Ran“ wenn du wieder leben willst.

Nur Mut! Damit IHR NEUES JAHR ein Jahr voller Zufriedenheit und Glück wird. Dann haben Krankheit und Misserfolg keine Chance!

Es grüßt Sie herzlich Ihre Jutta B. Schmidt

Über den Autor

Jutta B. Schmidt
Jutta B. Schmidt
Psychologische Beraterin,
Paracelsus Schulen Gießen
Aktuelle Ausgabe3/2018