Redaktion des Gesundheitskompass trifft Drogenbeauftragte Marlene Mortler

Kürzlich traf der Wetzlarer Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer (CDU) gemeinsam mit der Reaktion des von ihm herausgegeben Gesundheitskompasses die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler MdB. Sie berichtete den Ärzten der Redaktion von der aktuellen Lage und den größten Herausforderungen im Bereich Drogen und Sucht. Nach wie vor stelle Alkohol die am meisten missbrauchte Droge dar, gefolgt von Tabak. Der gesamtwirtschaftliche Schaden, wie beispielsweise durch Arbeitsausfall bei Folgeerkrankungen, bewege sich in Milliardenhöhe.

In vielen Bereichen gäbe es zwar keine strengen Verbote, durchaus aber eine steigende Sensibilisierung durch Aufklärung. So berichtete Mortler von Projekten, die bereits Kindern im Grundschulalter Aufklärung bieten. Die frühkindliche Sensibilisierung führe zu stärkeren Persönlichkeiten im Teenager- und jungen Erwachsenenalter und dem Mut, „Nein“ zu sagen. Prävention führe so zumindest bei der Jugend zu Erfolgen.

Neben den klassischen Suchtarten wie Alkohol, Tabak und Cannabis umfasste das Gespräch auch den Themenbereich Mediensucht. Frau Mortler erörterte die wachsende Herausforderung, die Balance zwischen Notwendigkeit und Gefahren der Digitalisierung zu halten. So sei es zwingend notwendig, Kinder vernünftig an technische Geräte heranzuführen, dabei jedoch klare Leitlinien zu geben, an denen sich die Kinder orientieren können.

Eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von Suchtproblemen sei eine funktionierende Suchthilfe vor Ort. Hier gelte es, sich über Kommunen hinweg zu vernetzen und eine Plattform zu schaffen, in der Kommunen und Suchthilfe miteinander über die Zukunft der Suchtberatung sprechen.

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Aktuelle Ausgabe03.10.